Welcher Sprachassistent passt zu deinem Alltag? Amazon Alexa, Apple Siri, Google Assistant und Microsoft Copilot im Vergleich, mit ihren Stärken und Haken.

Vier große Sprachassistenten wollen in dein Wohnzimmer und auf deinen Rechner. Sie können inzwischen alle erstaunlich viel, unterscheiden sich aber darin, wo sie zu Hause sind und was mit deinen Daten passiert.
Alle vier arbeiten inzwischen mit großen Sprachmodellen (LLMs) und verstehen deutlich kompliziertere Fragen als noch vor zwei Jahren. Bei der reinen Intelligenz liegen sie deshalb gar nicht mehr so weit auseinander. Den Unterschied machen die Geräte, mit denen sie zusammenarbeiten, und der Umgang mit deinen Daten.
Alexa hat mit großem Abstand die meisten passenden Geräte, über 100.000 smarte Geräte lassen sich anbinden. Dazu kommen Routinen für fast jeden Zweck und günstige Hardware (Echo Dot ab 30 Euro). Wer viel im Haus steuern will, landet deshalb oft bei Alexa.
Der Haken ist der Datenschutz. Amazon nutzt Sprachdaten auch für Werbung, und die Verarbeitung läuft komplett in der Amazon-Cloud. Wer damit leben kann, bekommt viel für wenig Geld.
Seit iOS 17 verarbeitet Apple einen deutlich größeren Teil der Siri-Anfragen direkt auf dem Gerät, ohne Umweg über die Cloud. Sprachaufnahmen landen außerdem nicht in Werbeprofilen. Auf iPhone, iPad, Mac, Apple Watch und Apple TV greift alles gut ineinander.
Außerhalb der Apple-Welt hilft dir Siri allerdings kaum weiter, und Geräte für Apple Home sind oft teurer als die Alternativen für Alexa oder Google. Siri lohnt sich vor allem für alle, die ohnehin ein iPhone oder einen Mac nutzen und beim Datenschutz lieber etwas mehr zahlen.
Bei Faktenfragen und Recherche merkt man, dass hinter dem Assistant eine Suchmaschine steckt. Die Lautsprecher und Displays (Nest Audio, Nest Hub) sind gut verarbeitet und fair bepreist.
Google hat in den letzten Jahren aber mehrfach Smart-Home-Produkte eingestellt, wer auf lange Unterstützung setzt, braucht also gute Nerven. Beim Datenschutz steht Google ähnlich da wie Amazon. Am meisten haben Android-Nutzer davon, denen schnelle Antworten wichtiger sind als die Steuerung ihrer Wohnung.
Copilot ist eher ein Werkzeug für den Schreibtisch als ein Haushaltsassistent. Unter Windows 11 steckt er tief im System, fasst Dokumente zusammen, schreibt Mails und erklärt Code. Auf den neuen Copilot+-PCs läuft davon immer mehr direkt auf dem Gerät.
Für Licht, Heizung oder die schnelle Frage beim Kochen ist Copilot nicht gemacht. Wenn du viel am Windows-Rechner arbeitest, ist er dagegen die naheliegende Wahl.
| Alexa | Siri | Copilot | ||
|---|---|---|---|---|
| Datenschutz | - | ++ | - | 0 |
| Smart Home | ++ | + | + | - |
| Faktenfragen | 0 | + | ++ | ++ |
| Offline nutzbar | - | + | - | + |
| Hardware-Preis | ++ | 0 | + | - |
| Zu Hause bei | allen | Apple | Android | Windows |
Legende: ++ sehr gut, + gut, 0 mittel, - schwach
Das geht und ist in vielen Haushalten Alltag, etwa Alexa für die Wohnung und Siri auf dem iPhone. Dank des gemeinsamen Standards Matter lassen sich viele smarte Geräte heute aus mehreren Welten heraus steuern.
Für die Steuerung deiner Wohnung sind Alexa oder Google Home mit Matter-Geräten die günstigste Wahl, Apple Home ist beim Datenschutz besser. Lebst du ohnehin in der Apple-Welt, liegt Siri nahe. Und wer vor allem am Windows-PC arbeitet, bekommt mit Copilot auf einem Copilot+-Gerät am meisten.
Und wenn dich interessiert, was nach den Sprachassistenten kommt: Persönliche KI-Agenten beantworten nicht nur Fragen, sie erledigen Aufgaben. Vier davon stellen wir auf der Seite Agenten vor.
Vier persönliche KI-Agenten im Vergleich: wie du sie einrichtest, worauf sie zugreifen und was sie kosten.
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